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Typ aus dem Ruhrgebiet, der sich nach der Schulausbildung einen Rauschebart wachsen lässt, nach Syrien fährt und sich Abu dhabi al germani nennt


So möchte er aussehen...
...und so sieht er meistens aus...
...und so sieht er dann später mal aus

In einer Zeit wachsender Globalisierung und weiter Erschließungsräume beruflicher Paradigmen ist der Patchwork-Lebenslauf zur Normalität geworden. Das weiß auch der Typ aus dem Ruhrgebiet, der sich nach der Schulausbildung einen Rauschebart wachsen lässt, nach Syrien fährt und sich Abu dhabi al germani nennt. Als Kompensation für den weggefallenen Wehrersatzdienst verbringt er einige Jahre mit selbstlosem Engagement für eine religiöse Gemeinschaft im Ausland, wobei er auf eigene Kosten Reise, Ausbildung und Ausrüstung bezahlt. Er ist das typisch mittlere Kind der deutschen Mittelklasse mit mittleren Schulleistungen, von mittelmäßiger Größe und Gehirnaktivität. Meistens geht es dem Typen aus dem Ruhrgebiet neben einer mittelmäßigen Referenz für sein soziales Abstiegsportfolio um ein erhabenes Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gemeinschaft, die es wert ist, zu ihr zu gehören und darum, seinen echten Facebook-Freunden etwas gutes zu tun. Die europakritische Sinn-Stiftung fördert seit einigen Jahren die gezielte Rekrutierung unverfängliche Information von perspektivlosen Jugendlichen in ganz Europa, die bei Mafia und Rauschgifthändlern leider keinen Ausbildungsplatz erhalten haben. Der Typ aus dem Ruhrgebiet ist nämlich eigentlich ein feiner Kerl, der die Gesellschaft aktiv und nicht reflexiv mitgestalten will, ganz nach dem Motto "Lieber schießen als sich einen Schuss setzen".

Soziale und mentale Voraussetzungen[Bearbeiten]

Der typische Typ aus dem Ruhrgebiet, der sich nach der Schulausbildung einen Rauschebart wachsen lässt, nach Syrien fährt und sich Abu dhabi al germani nennt heißt Pierre, Dennis oder Alexander oder hat einen anderen christlichen, hebräischen bzw. orthodoxen Namen. Er sollte schon aus dem Ruhrgebiet, möglichst aus einem sozialen Brennpunkt stammen. Wenn das aus irgendeinem Grund nicht möglich ist, sind auch andere gesellschaftliche Ballungsräume zulässig, denen die Bewohner den Namen „Pott“ oder „Ghetto“ geben. Sein Vater ist ein schlagsüchtiger Alkoholiker, seine Mutter Bergarbeiterin oder umgekehrt oder beides. Sein älterer Bruder ist mit 24 Jahren ausgelernter Diplommediziner und der Liebling, weil Geldgeber, der Familie. In der Schule war er häufig damit beschäftigt, die untersetzten Physikschüler als fette Streber zu bezeichnen und in Hausaufgaben, in denen es um seinen künftigen Berufsweg ging, abstruse Titel wie "Meister im Achselfurzen" zu erdenken. Erst nach einem mehr als durchschnittlichen Abitur wird er lernen, dass Achselfurzen kein von der IHK anerkannter Fachberuf ist.

Sinnliches Tuscheln zweier typischer Ronny Müllers ganz normaler unbescholtener Bürger

Nachdem er etwa zehn Jahre lang in einem Moratorium vor sich hinvegetiert hat, trifft er mit Mitte 20 einen seiner ehemaligen Mitschüler - Ronny Müller - wieder, mit dem er früher immer Hakenkreuze in die Schulbänke geschnitzt hat. Dieser nennt sich mittlerweile Achmed Abdullah Mohammed Allah walla walla bing beng und erzählt ihm von einem supercoolen neuen Netztrend, den jetzt alle mitmachen und der "Islam" heißt. Er lädt ihn ein, mit ihm in die Moschee zu gehen und sich anzuhören was für geile und hippe Ziele dieses "Islam" im Gegensatz zum biederen Christentum zu bieten hat. Der Typ aus dem Ruhrgebiet geht das erste Mal unverfänglich mit, zu 50% auch deswegen, weil er beim Vorschlag seines Freundes "Muschi" verstanden hat, ist dann aber schnell begeistert von den friedlichen und wohldurchdachten Lehren seines Iman Ibrahim Salafi Wahabi Mohammed Pakistani Kurdikacki (so heißen alle Imame und sie erzählen alle das gleiche) und noch am selben Tag kauft er sich einen handgeklöppelten Gebetsteppich aus rasierten Ziegen, lässt sich einen zehn Zentimeter langen Vollbart wachsen und verteilt handgeschriebene Koran-Bücher in Fußgängerzonen.

Leider erfährt der Typ für seine neue, selbstlose Tätigkeit nur Ignoranz, Ablehnung und Spott. Frauen reagieren nicht auf ihn, wenn er sie hasserfüllt auf der Straße anschreit, sie sollten sich bei 30 Grad im Schatten einen schwarzen Vorhang über den Kopf werfen und freche, christliche Fundamentalisten bringen ihn mit der Frage in Bedrängnis, wie groß denn nun Allah eigentlich in Metern sei? Zum Schutz lernt der Typ für jede Kränkung und Beleidigung eine von Nächstenliebe handelnde Sure nach der anderen auswendig, weil das Arabische so schön bedrohlich klingt. Bei der nächsten Gelegenheit setzt er sie dann ein, indem er sie dem ersten, der ihn ungläubig anblickt vor den Latz brüllt. Zuhause schaut er sich wütend aber unverfänglich ein paar Videos und Bilder darüber an, wie man Eier köpft und Tomaten beschneidet und dann passiert es ganz plötzlich. Von einen Tag auf den anderen und ohne dass die Gesellschaft etwas davon geahnt hätte, radikalisiert sich der Typ aus dem Ruhrgebiet. Das kann beim Spazierengehen, beim Kauf von einem Pfund Mett an der Fleischtheke oder beim Welpenstreicheln geschehen. Nehmen Passanten zunächst nur ein kleines Seufzen und Ploppen wahr, erschrecken sie sich im nächsten Moment, wenn der bärtige Typ aus dem Ruhrgebiet schnaubend und mit aufgerissenen Augen neben ihnen steht und sie anstarrt. Als freier Radikaler lässt er nun sogar manchen Straßenprediger alt aussehen.

Erscheinungsbild[Bearbeiten]

Endlich eine ganz normale Beziehung führen...

Abu dhabi al germani hat einen möglichst dünnen und lückenhaften Bart, der sowohl seitlich als auch frontal wie unnatürlich lange Schambehaarung aussieht und seiner Freundin, wenn er denn eine hätte, bei jedem Kuss den Eindruck geben würde, als mache sie gerade ihre erste lesbische Erfahrung mit einer Pornodarstellerin aus den Siebzigern, die jetzt in ihren Sechzigern ist. Trotz der Überlänge der vereinzelten Haare genügt die Strauchigkeit seiner Bartmode aber einem ausgiebigen Hängenbleiben von Kleintieren und Nahrungsresten, was bei den oft tagelangen Märschen durch syrischen Wüstensand überlebenswichtig sein wird. Auch mental stärkt so ein Bart den Typen aus dem Ruhrgebiet von Beginn an, weil viele verfängliche Worte, die ihm seine wahnsinnigen Religionslehrer in den Bart murmeln darin hängenbleiben.

Im Gegensatz zu vielen anderen Jugendlichen seines Alters hat er für Alkohol und Frauen nichts übrig. Seine Freundin soll Scharia heißen und nicht viel reden, weil er selbst kein arabisch kann und sich folglich auch nicht mit ihr verständigen könnte.

...und ein paar coole Fotos für Facebook machen

Dass er sich radikalisiert hat, zeigt der Typ aus dem Ruhrgebiet daran, dass er rückwärts niest, tagsüber nicht sein Nachthemd auszieht und auf folgende Weise nach der Uhrzeit fragt: "Woran glaubst du wie spät es ist?". Besonders in Sommermonaten aber auch in Vorbereitung auf ein nahendes Auslandsstipendium sorgt sein langes Muʻumuʻu dafür, dass man beim Schwitzen in der Mittagssonne seinen Jungsbusen nicht sieht. Seine Gebetskappe, die meist aus einem alten Häkeldeckchen besteht, das er seiner Großmutter gestohlen hat, hält Gedanken und Bedenken gegen sein eigenes Erscheinungsbild zurück. Später bringt er mit "I make you sexy.com"-Videos seinen Body aber in Shape, um regelmäßig Poserfotos mit seiner Jungsgang ins Netz zu stellen, auf denen er mit einem alten Granatwerfer von eBay zu sehen ist, den er in der 2-Zimmer-Etagenwohnung seiner Eltern nur leider nicht zünden kann.

Ausbildung[Bearbeiten]

Jeden Morgen Allah begrüßen!

Wenn der Typ aus dem Ruhrgebiet besonders auffällig ist, wird er irgendwann für eine spezielle Bildungsreise, auf die er insgeheim hinarbeitet von einem namenlosen Mufti auserkoren. Beliebte Trainings- und Ausflugsziele sind Syrien und der Nordirak, weil die Flüge dorthin touristisch nicht so überladen sind. Wer sich nicht auf eine längere Fahrt in Muttis Fiat einrichten will, ergattert relativ günstig ein Ticket in einer Boing 9/11, sowie es auch unser Typ macht, der sich jetzt bereits Abu dhabi al germani nennt, um nicht mit einem peinlichen Namen unter den Brüdern aufzufallen. In Syrien angekommen wird er zu einem Ausbildungscamp gefahren, das von den Erziehungsmethoden und dem landschaftlichen Abwechslungsreichtum den Geist eines brandenburger Jugendferienlager atmet.

...und Zahnhygiene ist die Erfindung westlicher Teufel!

Die Grundkompetenzen wie Kalaschnikow halten, in einem Jeep durch Ödland fahren und Sprengknöpfe drücken hat der Typ schnell raus. Sie legen den Grundstein für eine persönliche Entwicklung und das Austesten seiner besonderen Talente. Wenn nicht gerade Nachtwache gegen gefährliche Zivilisten zu leisten ist, lernt er z.B. einen geregelten Tagesablauf, preist morgens Mohammed, schläft des Mittags und verflucht mit seinen Mitbrüdern Abends die Sonne, wenn sie es wieder mal wagt, im Westen unterzugehen. Auf sinnloses Zähneputzen vor und nach dem Essen kann Abu dhabi verzichten, er spricht stattdessen lieber regelmäßig das Gebet. Auch alle weltlichen Wünsche und Gelüste stellt er erstmal zurück, dafür spricht er lieber das Gebet. Einfach so jemanden ausweiden wie ein Schwein? Oh nein, erst einmal ein Gebet sprechen und dann mit dem iPhone draufhalten! Ja, sein persönliches Ziel ist es, solange Gebete zu sprechen, bis er eines davon inhaltlich versteht.

Neben dem zölibatären und bescheidenen Lebenswandel, lernt er in Syrien auch, aufopferungsvolle und selbstlose Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen. Schnell begreift er, dass die strengsten Eltern der Welt noch ein Witz waren im Vergleich zu Vater Allah. Er muss Kochen, Abwaschen, Wasser holen, Abwasser wegbringen, Kochen und wiederholen, Sandalen abfegen, Knöpfe annähen, Shiiten ausbeinen, alles, was ein tatkräftiger junger Mann eben mit Mitte 20 so macht, um im Leben allein zurechtzukommen. Abu dhabi al germanis Ehrgeiz wird sich natürlich auszahlen und zu einem sehr guten Abschlusszeugnis führen. Er wird überdurchschnittliche Noten in Koran, Religion, Kultus, islamischer Theologie, Gebet, Halal und Frauenmisshandlung bekommen und sich so als fähiges Werkzeug Mitglied der Gemeinschaft erweisen, um die vielfältigen Weiterbildungsangebote seiner Brüder in Anspruch nehmen zu können.

Tätigkeitsfeld[Bearbeiten]

Ein bedrohliches Fähnchen für eine gefährliche Mission!

Im weiteren Verlauf seiner Karriere spezialisiert sich Abu dhabi al germani entweder auf den religiösen oder den zivilen Bereich. Da ihm Religionspolizei bei den vielen Kontrollen und Hinrichtungen in den eigenen Reihen dann doch zu stressig ist, entscheidet er sich, etwas mit Religion zu machen. Hier hat er die Auswahl zwischen Propagandaabteilung, Märtyrer oder Propagandaabteilung mit Märtyrertod. In speziellen Seminaren lernt er, wie man mit Paint bedrohliche Fahnen malt, wie man in Hassvideos gegen den Westen Sternchenblenden und Gejaule einfügt (obwohl ja Musikhören in den Camps verboten ist) und wie man über legale Facebook-Accounts legales Merchandise vertreibt. Neben den T-Shirts mit originalen Einschusslöchern und schwerfällig getöpferten IS-Kaffeetassen gingen bisher der IS-Flachmann und der IS-Pinupkalender ganz gut, der im Grunde nur aus 12 Kalenderblättern mit je einem schwarzen Rechteck als Motiv besteht, auf das junge Frauen je zwei Kulleraugen aus dem Bastelgeschäft geklebt haben.

Zu seinem weiteren Tätigkeitsfeld gehört auch, ausländische Touristen einzuladen, um sie durch die Dörfer zu führen und ihnen dann mit dem Tode zu drohen.

Abseits der Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich Abu dhabi schließlich noch um strategische Fragen. So haben er und seine Brüder schon vor einigen Jahren den Kampf gegen die Kreuzfahrer ausgerufen, das sind Reiter in Ritterrüstungen, die der derzeitige Papst nach Syrien geschickt hat, um dort Burgen zu bauen und ... äh... Jerusalem zu erorbern. Natürlich ist es schwer, die Kreuzritter zwischen den ganzen Fassbomben, Luftschlägen und schwerem Artilleriefeuer der vereinigten, terroristischen Gegenarmee zu finden, deswegen muss der Typ aus dem Ruhrgebiet mit seinen Freunden auch oft Orte im eigenen Einzugsgebiet niederbrennen, um den gut versteckten Kreuzfahrern irgendwie auf die Schliche zu kommen.

Späterer Berufsweg[Bearbeiten]

Diese ehemalige Rummelplatzattraktion hat es sogar bis zum türkischen Staatspräsidenten gebracht

Wenn seine Freiwilligenzeit um ist, reist Abu dhabi al germani im Kofferraum eines gebrauchten russischen Opel wieder nach Europa ein. Er ist sich natürlich vollkommen bewusst, dass er als Syrienheimkehrer nicht nur seinen Verwandten viel spannendes zu erzählen hat. Klar möchte er mit "I'm coming home" empfangen werden, mal nach dem rechten Glauben schauen und ihnen die Erinnerungsfotos zeigen, auf denen sie vergnügt am Strand mit dem Kopf eines Jesiden Volleyball gespielt haben. Aber eben diese Fotos interessieren nun plötzlich auch die Bundesbehörden, die sich vorher nie für ihn begeistern konnten und die die berechtigte Sorge haben müssen, dass wegen eben diesem Typen aus dem Ruhrgebiet das nächste Fußball-Länderspiel abgesagt werden muss. Deswegen hat Abu dhabi al germani in Syrien auch einen neuen Pass bekommen. Er heißt jetzt Ina Krause.

Um unangenehme Konfrontationen und unnötige Denunziationen zu vermeiden, hält sich Ina Krause gar nicht mehr groß an öffentlichen Plätzen auf. Er bezieht mit seinen Brüdern die Wohnung von Achmed Abdullah Mohammed Allah walla walla bing beng, der jetzt wieder Ronny Müller heißt und halbtags in einer Familienmetzgerei aushilft. Ihm ist das ganze zwar etwas unangenehm, aber einige denkenswerte Verse aus dem Koran und eine AK47 an der Schläfe haben ihn schließlich umgestimmt. Weil Ronny natürlich seine Glaubensbrüder genau kennt, ist die Bewirtung hervorragend, es gibt soviel Kamelfleisch und Früchtetee, wie zwischen den Gebetszeiten reinpasst und der alte Heizungskeller seines Vermieters ist ein supertolles Studio für die brutalen Hassbotschaften, die Ina mit seiner Gruppe zwischen Wäschekörben, Weihnachtsdekoration und Bayern-München-Schals in die Welt hinausschickt.

Natürlich musste schnell gedreht werden, denn Ina (Mitte) konnte die schweren Säbel nicht so lange halten.

Von hier aus plant der Typ aus dem Ruhrgebiet nun mit seinen Brüdern die Abschiedsfeier für seinen Freiwilligendienst und wie viele solcher Syrientouristengruppen soll die natürlich was ganz besonderes werden und mit einem Riesenknall enden. Wenn die wüssten, dass sie den schon lange haben! Weil Flughäfen, Stadions und Kaffees von anderen Gruppen schon sauber abgegrast wurden, haben Ina und seine Mannen einen Selbstmordanschlag auf einen Hundefriseursalon und ein Trafohäuschen an der B233 vor. Damit rechnet wirklich keiner und deswegen ist es auch so schrecklich. Nachdem zwei Glaubensbrüder, 12 Rauhaardackel und ein Zwergpinscher bei dem Attentat ums Leben kamen, geht jeder der überlebenden Freunde seines Weges.

Allein die massive Stärkung des Selbstbewusstseins und das Gefühl, eine Sache durchgezogen zu haben, die man in allen Zeitungen lesen kann, geben dem Typen danach Auftrieb. Er hat sich auch schon oft überlegt, was er nach seinem Selbstmordattentat mal machen würde, ganz anders als früher. Etwas mit Menschen wäre schön, Streetworker z.B. oder er studiert nochmal, z.B. Islamistik und Theologie und wird Imam bei seiner örtlichen Moschee. Irgendwer muss ja auch an die Zukunft und die Jugend von Morgen denken und wenn der BND nicht gestorben ist, dann leben sie noch heute.

Pensionierung[Bearbeiten]

Unglücklicherweise hat es die Politik bis auf den heutigen Tag nicht geschafft, das einst starre Rentensystem aus dem biederen Korsett der Festanstellungsverhältnisse einer überholten Klassengesellschaft zu heben. Wenn man beim Rentenbescheid auf die Frage "und was haben sie im Zeitraum von 2013 bis 2020 gemacht?", nur antworten kann: "da habe ich in einem fremden Land Dörfer vermint und jeden abgeknallt, der sich mir in den Weg gestellt hat", muss man sicher damit rechnen, dass diese Zeit nicht bei der gesetzlichen Rente anerkannt wird.
In diesem Unsinne...
So kann es passieren, dass ein Terrorist im Jahr 2055 nicht mehr Rente kriegt als eine Teilzeitreinigungskraft oder ein Gas- und Wasserinstallateur, der jahrelang in Zeitarbeit gestanden hat. Dabei könnte dem Typen aus dem Ruhrgebiet, der sich nach der Schulausbildung einen Rauschebart wachsen ließ, nach Syrien fuhr und sich Abu dhabi al germani nannte diese Zeit leicht als ehrenmörderische Tätlichkeit in einer gemeingefährlichen Vereinigung angerechnet werden.

Viele solcher ehemaligen Syrienheimkehrer halten den ständigen Druck ihres Gewissens und die endlosen, ergebnislosen Behördengänge nicht aus und explodieren schließlich vor Wut und Verzweiflung. Das ist deutscher Terror in seiner Reinform: willkürlich, erzkonservativ, bürokratisch, menschenverachtend. Es gibt nichts darin, woran sich noch ein Funken Glauben festmachen ließe. Daher ist die Angst eines gewöhnlichen, spießbürgerlichen Mitteleuropäers vor dem radikalen Lebenswandel des Typen aus dem Ruhrgebiet letztlich auch ein irrealer Glaube. Mögen die Morde, Brandschatzungen, Plünderungen und das ganze Drumherum doch als unmenschlich erscheinen, als williges Werkzeug Gottes ist man ja nicht einfach nur ein Mensch. Das glaubt zumindest der Typ aus dem Ruhrgebiet, wenn er sich nicht mit Ende 20 durch seine auflagenstarke Autobiographie selbst von seinem früheren Lebenswandel distanziert hat, weil ihn die säkulare westliche Gesellschaft wieder in seinem Glauben irre gemacht hat und er nun gar nicht mehr weiß, was er glauben soll und wer nichts weiß, muss eben alles glauben.

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Dieser Artikel ist Teil des Themenkreises „Bärte des Grauens“

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